Die meisten Stadtwerke haben heute ein digitales Kundenportal. Was darin bisher fehlt, ist ein Werkzeug, mit dem ihre Kunden die eigene PV-Anlage, den Speicher, die Wärmepumpe und die Wallbox sinnvoll steuern können – also ein Home Energy Management System (HEMS). Genau diese Lücke schließen wir ab sofort mit unserer Integration in die Plattform von work digital.
work digital baut digitale Standardlösungen für Energieversorger: Kundenportal, Online-Bestellstrecke und App-Gateways für die nahtlose Verbindung zu externen Systemen wie Vertriebspartner, Hauptbuch oder Drittanbieter. Zu den Kunden zählen unter anderem die Berliner Stadtwerke, Prokon, ELE und Elli. Statt jede Funktion einzeln neu zu bauen, bekommen Stadtwerke bei work digital einen vorkonfigurierten digitalen Endkunden-Stack – und können ihn dort individualisieren, wo es sich auszahlt.
Was die neue Integration konkret bringt
Endkunden eines Stadtwerks, das work digital nutzt, können das clever-PV-HEMS direkt aus ihrem gewohnten Kundenportal heraus aktivieren. Kein zweites Login, keine separate App, kein eigener Integrationsaufwand auf Seite des Stadtwerks. Für die Energieversorger entstehen daraus vier handfeste Effekte:
- Schnelles Setup, weil die HEMS-Anbindung als Modul mitgeliefert wird – ohne paralleles IT-Projekt und ohne dass Lastenhefte mit unzähligen Geräteherstellern gewälzt werden müssen.
- Ein klarer Positionierungsvorteil: Stadtwerke treten ihren Kunden als digitaler Komplettanbieter gegenüber, nicht als reiner Stromlieferant mit einer separaten Drittanbieter-App im Anhang.
- Mehr Argumente in der Neukundengewinnung, weil das HEMS bei vielen Prosumern inzwischen ein Auswahlkriterium ist – und nicht erst nach dem Tarifabschluss verhandelt wird.
- Höhere Kundenbindung, weil die HEMS-Steuerung tief in den Alltag der Kunden hineinwirkt und damit eine ganz andere Klebewirkung hat als die monatliche Abschlagsrechnung.
Warum das gerade jetzt zählt
Mit den dynamischen Stromtarifen seit 2025 und der Steuerung nach §14a EnWG hat sich die Rolle des HEMS geändert. Es ist nicht mehr nur ein Solarteurs-Add-on, sondern die technische Voraussetzung dafür, dass Stadtwerke Tarifvorteile bei ihren Kunden ankommen lassen können. Ohne automatisierte Lastverschiebung in die günstigen Stunden bleibt der dynamische Tarif theoretisch.
Daran hängt eine zweite, strategischere Frage: Wer betreibt künftig die digitale Kundenschnittstelle? Wer dort sichtbar ist, hat den Zugang zum Kunden – und damit auch zu späteren Themen wie Wärmepumpen-Tarifen, EV-Stromprodukten oder der Vermarktung von Haushaltsflexibilität. Die Kooperation mit work digital ist für Stadtwerke einer der pragmatischsten Wege, diese Schnittstelle nicht aus der Hand zu geben.
Warum sich der Aufbau eines eigenen HEMS-Angebots für Stadtwerke betriebswirtschaftlich lohnt, haben wir an anderer Stelle ausführlicher beschrieben: HEMS für Stadtwerke: Lohnt sich der Business Case?


