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Einspeiseoptimierung bei PV-Anlagen – 60-%-Abregelung vermeiden
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60-%-Abregelung, negative Strompreise, Akkuverschleiß: Was deine neue Solaranlage wirklich braucht 

von Yannick
/
8. Juni 20268. Juni 2026

Seit dem Solarspitzengesetz gelten für neue PV-Anlagen Regeln, die viele beim Kauf übersehen. Ohne die richtige Steuerung kostet das auf Dauer Geld – und verkürzt sogar die Lebensdauer des Speichers. Die gute Nachricht: Es gibt eine einfache Lösung. 

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1 Baustelle 1: Die 60-Prozent-Abregelung
2 Baustelle 2: Strom verschenken bei negativen Preisen
2.1 Ein Blick zu unseren Nachbarn
3 Baustelle 3: Der Speicher altert schneller, als er müsste
4 Drei Baustellen, ein Ursprung
5 Die Lösung: Einspeiseoptimierung von clever-PV
6 clever-PV Einspeiseoptimierung: Was du davon hast
7 Fazit

Es ist 10 Uhr an einem klaren Junimorgen. Die Sonne steht schon hoch, die Anlage auf dem Dach läuft, der Speicher füllt sich. Gegen elf ist er voll. Klingt nach einem perfekten Solartag – ist aber genau der Moment, in dem für viele neue Anlagen die Probleme anfangen. 

Denn ab jetzt passiert dreierlei gleichzeitig: Der Überschuss, den der volle Speicher nicht mehr aufnimmt, läuft gegen die gesetzliche 60-Prozent-Grenze und wird abgeregelt. Für den Strom, der trotzdem ins Netz geht, gibt es an manchen Tagen keinen Cent, weil die Börsenpreise im Minus sind. Und der Speicher selbst steht jetzt stundenlang randvoll in der Sonne – was ihm gar nicht guttut. 

Drei Baustellen, eine gemeinsame Ursache. Schauen wir sie uns der Reihe nach an. 

Baustelle 1: Die 60-Prozent-Abregelung 

Mit dem Solarspitzengesetz, das am 25. Februar 2025 in Kraft trat, gilt eine neue Spielregel: Neue Anlagen ab 2 kWp ohne intelligentes Messsystem dürfen nur noch 60 Prozent ihrer maximalen Leistung ins Netz einspeisen. Eine 10-kWp-Anlage darf also höchstens sechs Kilowatt liefern – alles darüber wird gekappt. 

Wie schlimm das ist, hängt stark vom Dach ab. Nach Berechnungen der HTW Berlin verliert eine südausgerichtete Anlage dadurch im schlimmsten Fall rund neun Prozent Ertrag pro Jahr, eine Ost-West-Anlage dagegen nur etwa 1,1 Prozent. Der Grund ist einfach: Südanlagen produzieren eine scharfe Mittagsspitze, die voll gegen das Limit läuft. Ost-West-Dächer verteilen ihren Ertrag gleichmäßiger über den Tag und stoßen seltener an die Grenze. 

Hier kommt der Speicher ins Spiel – allerdings nur, wenn er klug eingesetzt wird. Wird die Anlage mit einem Energiemanagement und Speicher betrieben, lassen sich die Verluste deutlich verringern, indem der Speicher gerade in den Zeiträumen lädt, in denen die Anlage über 60 Prozent ihrer Leistung liefert. Ein Speicher, der schon mittags voll ist, kann das nicht. Einer, der zur richtigen Zeit Platz hat, schon. 

Baustelle 2: Strom verschenken bei negativen Preisen 

Das Solarspitzengesetz hat noch eine zweite Änderung gebracht, über die seltener gesprochen wird – die aber auf lange Sicht schwerer wiegt. 

§ 51 EEG wurde verschärft: Für neue Anlagen entfällt die Einspeisevergütung schon ab der ersten Viertelstunde mit negativem Börsenpreis. Die frühere Karenzzeit von drei Stunden gibt es nicht mehr. Im Klartext: Wenn der Strompreis an der Börse ins Minus rutscht, erzeugt deine Anlage zwar weiter, du bekommst dafür aber nichts. 

Und das passiert immer öfter. 2025 gab es mit 573 negativen Stundenkontrakten einen neuen Rekord – gegenüber 301 Stunden 2023 und nur 69 Stunden 2022. In drei Jahren hat sich die Zahl also mehr als verachtfacht. Dass ausgerechnet die sonnigen Mittagsstunden betroffen sind, ist kein Zufall: Mit 117 GW installierter PV-Leistung übersteigt die Erzeugung mittags inzwischen regelmäßig das, was der Markt überhaupt aufnehmen kann. 

Auch hier gilt: Wer in genau diesen Stunden noch Speicherkapazität frei hat, behält den Strom für sich, statt ihn unvergütet abzugeben. 

Ein Blick zu unseren Nachbarn

In Österreich gibt es die feste Einspeisevergütung in dieser Form gar nicht mehr – dort läuft die Förderung über ein Marktprämienmodell. Und die Marktprämie wird gemäß § 15 EAG ausgesetzt, sobald der Börsenpreis sechs Stunden in Folge negativ ist. Österreichische Anlagenbesitzer müssen also längst mit einem Markt rechnen, der keine Garantiepreise mehr kennt. Deutschland geht mit dem Solarspitzengesetz den ersten Schritt in dieselbe Richtung. 

Baustelle 3: Der Speicher altert schneller, als er müsste 

Ein Stromspeicher ist kein kleiner Posten. Die Preise sind zuletzt zwar gefallen, doch 2026 kostet er immer noch mehrere tausend Euro. Der Speicher ist eine Investition, die viele Jahre halten soll. Wie lange genau, hängt aber davon ab, wie er betrieben wird – und da machen die allermeisten denselben Fehler. 

Der Großteil der über 1,7 Millionen in Deutschland installierten Heimspeicher lädt frühmorgens, sobald die ersten Überschüsse anfallen. An einem wolkenlosen Tag ist die Batterie dann schon am Vormittag voll – und bleibt es bis zum Abend. Genau das ist das Problem. Wie Nina Munzke, Gruppenleiterin am KIT, es formuliert: „Lange Standzeiten bei hohen Ladezuständen verkürzen die Lebensdauer von Lithium-Ionen-Batterien.“ 

Das ist keine Theorie. Die Stromspeicher-Inspektion 2025 von HTW Berlin und KIT – die umfangreichste unabhängige Untersuchung zu Heimspeichern im deutschsprachigen Raum – hat es nachgemessen: Eine intelligente Ladestrategie halbierte die Verweildauer der Batterie oberhalb von 90 Prozent Ladezustand. Ein getestetes System lud an sonnigen Tagen erst am späten Nachmittag und reduzierte die Standzeit bei Vollladung so um acht Stunden. Acht Stunden weniger Dauerstress, jeden sonnigen Tag – das summiert sich über die Jahre. 

Dazu kommt ein Punkt, der oft untergeht: Ein früh geladener Speicher kann mittags auch die Erzeugungsspitze nicht mehr dämpfen. Womit wir wieder bei Baustelle 1 wären. 

Drei Baustellen, ein Ursprung 

Spult man den Junimorgen noch einmal zurück, wird klar, warum die drei Probleme zusammenhängen. Der Speicher lädt ungesteuert ab Sonnenaufgang, ist mittags voll – und damit fällt alles in sich zusammen: 

Die Abregelung greift, weil keine Kapazität mehr da ist, um die Mittagsspitze aufzufangen. Die fehlende Vergütung schmerzt, weil der Überschuss ins Netz geht, statt in die Batterie zu fließen. Und der Speicher altert, weil er den halben Tag bei 100 Prozent verbringt. 

Das ist kein Hardwareproblem. Die Anlage ist gut, der Speicher ist gut. Was fehlt, ist eine Steuerung, die vorausdenkt – die morgens weiß, was der Tag bringt, und den Speicher entsprechend befüllt. 

Die Lösung: Einspeiseoptimierung von clever-PV 

Genau dafür haben wir die Einspeiseoptimierung gebaut. Sie ist für alle mit kostenpflichtigem Abo ab sofort verfügbar – ohne Aufpreis, ohne zusätzliche Hardware, ohne Installation. Und das Beste: Du brauchst dafür kein Smart Meter und keinen Elektriker. Unser cloudbasiertes Energiemanagement reicht völlig aus. 

Im Kern macht die Funktion das, was ein guter Speicher tun sollte – nur eben automatisch und vorausschauend. 

Morgens hält sie bewusst Kapazität frei. Statt den Speicher sofort vollzuladen, wartet die Steuerung. Sie weiß bereits, wie viel Sonne der Tag bringt, und lässt deshalb Platz für die Mittagsstunden. 

Mittags fängt der Speicher die Spitze auf. Wenn die Anlage am meisten produziert, ist die Batterie aufnahmebereit. Der Überschuss wandert in den Speicher, statt abgeregelt oder unvergütet eingespeist zu werden. Stunden mit erwarteten negativen Börsenpreisen werden dabei mitgedacht. 

Abends ist der Speicher voll – pünktlich. Den Maximalstand erreicht er deutlich später, also kurz bevor du den Strom abends ohnehin brauchst. Die Zeit, die er bei voller Ladung verbringt, schrumpft auf ein Minimum. 

Die Grundlage dafür sind drei Datenquellen, die laufend zusammenfließen: 

  1. Solarprognose – Wettervorhersage und Sonnenlauf zusammen: Wann kommt wie viel Ertrag? 
  2. Haushaltslastprofil – Wann verbrauchst du wie viel? 
  3. Börsenpreise – Wann lohnt sich die Einspeisung, wann nicht? 

Du musst dafür nichts einstellen und nichts überwachen. Die Optimierung läuft im Hintergrund. 

Sie funktioniert mit allen Speichern, die mit clever-PV kompatibel und steuerbar sind – hier findest du die vollständige Liste der Hersteller, die mit clever-PV kompatibel sind.

Und wer zusätzlich einen dynamischen Stromtarif hat, bekommt das volle Programm: Dann greift die Einspeiseoptimierung für den Solarstrom mit der dynamischen Ladesteuerung für günstigen Netzstrom ineinander. Beide zusammen verwalten Erzeugung und Bezug als ein System. 

clever-PV Einspeiseoptimierung: Was du davon hast 

Kurz zusammengefasst, was sich mit der Einspeiseoptimierung ändert: 

Ungesteuert Mit clever-PV 
60-%-Abregelung Verluste bis zu 9 % bei Südanlagen Mittagspuffer fängt die Spitze ab 
Negative Preise Strom geht unvergütet ins Netz Strom landet im Speicher 
Lebensdauer Stundenlang Dauerstress bei 100 % Standzeit bei Vollladung deutlich kürzer 

Diese Funktion ergänzt somit die intelligente Beladung deines Speichers: Nun kann sich unsere App nicht nur um die Beladung deiner Batterie zu den günstigsten Zeiten aus dem Netz kümmern, sondern auch darum, dass der Strom, der ins Netz geht, ebenfalls zu den besten Preisen vergütet wird.

Fazit 

Eine neue PV-Anlage besteht heute aus mehr als Modulen und einem Speicher. Das Solarspitzengesetz hat Regeln gebracht, die beim Kauf leicht untergehen, sich aber Jahr für Jahr im Geldbeutel bemerkbar machen – und die ohne kluge Steuerung sogar die teuerste Komponente, den Speicher, schneller altern lassen. 

Die Einspeiseoptimierung nimmt dir das ab. Aktivieren, fertig – und deine Anlage arbeitet von Anfang an so, wie sie soll. 

Quellen: Bundesnetzagentur/SMARD; BHKW-Infozentrum (negative Stundenkontrakte 2022–2025); § 51 EEG i.d.F. Solarspitzengesetz, Feb. 2025; HTW Berlin / Bundesverband Solarwirtschaft (Ertragsverluste 60-%-Regel); HTW Berlin & KIT, „Stromspeicher-Inspektion 2025″ (Batteriealterung); Dachgold.at, § 15 EAG (Österreich). 


Kategorien: Features
Schlagwörter: 60-Prozent-Regel, Akkulebensdauer, Eigenverbrauch, Einspeiseoptimierung, HEMS, negative Strompreise, prognosebasiertes Laden, Solarspitzengesetz, Stromspeicher
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